Über das Unternehmen

Vor etwa zwölf Jahren begann ich, Englisch und Französisch sowie Positionierung an verschiedenen Bildungseinrichtungen zu unterrichten. Dabei stellte ich fest, dass mir in vielen Sprach-Lehrwerken für Erwachsene etwas Entscheidendes fehlte: ein fortlaufender Sinnzusammenhang, eine mitwachsende Struktur und akademischere sowie menschlichere – sprich kontrastreichere und internationalere – Inhalte gerade für lebenserfahrene Erwachsene.

Eine ähnliche Lücke begegnete mir später in den Grundschulmaterialien meiner Kinder. Die vorgesehenen Lernwege erfüllten zwar schulische Vorgaben, gaben aber nicht jedem Kind die Orientierung, die es zum wirklichen Verstehen braucht. Wenn solche Vorgaben nicht greifen, bleiben Lehrende und Eltern mit den entstehenden Schwierigkeiten häufig allein. Auch ich stand damals ohne eine passende Unterstützung da.

Deshalb begann ich durch die Brille der Übersetzerin – diese Ausbildung erwarb ich an der Universität Wien – und zusätzlich als frisch gebackene Erwachsenenbildnerin, Schritt für Schritt ein Lernsystem zu entwickeln, das zuerst am Menschen orientiert ist und erst dann Überleitungen in institutionelles Lernen gibt. Aus Geschichten, Bildern, Farben und einfachen Materialien entstanden innigere Aufgaben, die abstrakte Strukturen sichtbar und begreifbar machen. Sprache und Mathematik werden dabei nicht isoliert geübt, sondern in einen schlüssigen Erlebnisraum eingebettet.

Heute verbindet „Lernen auf leisen Pfoten“ meine langjährige Unterrichtspraxis mit meinem Erfahrungswissen als Mutter. Das System gibt Eltern und Kindern eine klare, beziehungsfördernde Orientierung für den gemeinsamen Weg durch schulische Lernanforderungen – besonders dann, wenn ein Kind mit üblichen Materialien und vorgegebenen Lernwegen nicht selbstverständlich zurechtkommt. Das System wird von den Erwachsenen erlernt und den Kindern beigebracht.

Den gleichen Ansatz verfolge ich auch mit meinem Sprachraumkurs für Erwachsene. Auch hier arbeite ich mit einem roten Faden über ein begleitende Geschichte. Dadurch entstehen Struktur und persönliche Gesprächsanlässe, die in einen sicheren Raum übertragen werden. Durch die Spiegelung in die Fremdsprache entsteht die Möglichkeit des strukturierter aufgebauten Tandemkurses. Die Sicherheit in die eigenen sprachlichen Muster werden über die Muttersprache aufgebaut und so in einen verlässlichen Rahmen für die Fremdsprache übertragen. Das bringt viel Freude für die Kursleitung und die erwachsenen Teilnehmer – sprachliche Barrieren – was sag ich bloß? – werden aus meiner Sicht stetig weiter abgebaut.

Durch Weiterbildungen in Persönlichkeitspsychologie, Farbe und Stil, Buchbindung und Kooperation mit künstlerisch tätigen Menschen werden die Bausteine für die inhaltliche Seminargestaltung immer weiter verfeinert.

Kleine, nachvollziehbare Schritte schaffen Sicherheit.
Gemeinsames Handeln stärkt die Verbindung.
Verstandene Strukturen machen Lernen sichtbar.